
Klettern am höchsten Vulkan der Erde
Der klettertechnische Anspruch am Ojos del Salado (6.893 m)
Wer eine Expedition zum Ojos del Salado plant, setzt sich intensiv mit der extremen Höhe von 6.893 Metern und den körperlichen Herausforderungen der Atacama-Hochwüste auseinander. Doch neben der Ausdauer rückt ein weiteres wichtiges Thema immer wieder in den Fokus unserer Teilnehmer: Wie steht es um den klettertechnischen Anspruch am höchsten Vulkan der Erde?
Während unsere Experten das technische Niveau der gesamten Expedition als mittelschwer einstufen, gibt es eine ganz spezifische Schlüsselstelle kurz vor dem Gipfel, auf die Sie sich vorbereiten müssen.
Die Schlüsselstelle, das 20-Meter-Finale am Gipfelaufbau
Der lange Aufstieg über die staubigen Hänge und die kräftezehrende Vulkanasche fordert Ihren Körper bis aufs Äußerste. Doch kurz vor dem eigentlichen Höchsten Punkt ändert sich das Gelände:
- Auf dem Kraterrand angekommen, führt die Route in eine Rinne mit markantem Blockgelände.
- Direkt vor dem Gipfel wartet eine ca. 20 Meter hohe, leichte Kletterstelle auf alle Alpinisten.
- Obwohl dieser Abschnitt keine extremen, akrobatischen Kletterfertigkeiten im oberen Schwierigkeitsgrad verlangt, darf die Passage in einer Höhe von fast 6.900 Metern aufgrund der extrem dünnen Luft keinesfalls unterschätzt werden.
Das SPONDYLUS-Sicherheitskonzept, doppelt geschützt zum Gipfelerfolg
Als verantwortungsbewusster Expeditions-Anbieter überlassen wir von Spondylus Chile an dieser Schlüsselstelle absolut nichts dem Zufall. Um maximale Sicherheit zu garantieren, greift hier ein duales Sicherungssystem:
- Die Fixseilsicherung: Die gesamte 20-Meter-Passage ist permanent mit einem soliden Fixseil ausgestattet, an dem Sie sich hocharbeiten und festhalten können.
- Die zusätzliche Seilsicherung von oben: Um jegliches Sturzrisiko im steilen Blockgelände komplett zu eliminieren, sichern unsere erfahrenen Bergführer jeden Teilnehmer zusätzlich mit einem dynamischen Seil von oben (Top-Rope-Prinzip).
Aus diesem Grund ist das Mitführen und Tragen eines Hüftgurtes sowie von zwei Karabinern für alle Teilnehmer zwingend vorgeschrieben. Große klettertechnische Fähigkeiten oder eine Ausbildung im Alpinklettern sind zur Bewältigung dieser Stelle zwar nicht nötig, der routinierte und sichere Umgang mit dem Hüftgurt und den Karabinern muss für Sie jedoch absolut selbstverständlich sein und darf in der Praxis keine Schwierigkeiten bereiten.
Warum der Kletterhelm unverzichtbar ist
Das Gestein im Gipfelbereich des Vulkans ist der rauen Witterung der Anden ausgesetzt. Die beschriebene Kletterstelle ist daher leicht steinschlaggefährdet. Da die Sicherheit unserer Gäste und unseres Teams über allem steht, ist der Einsatz eines geprüften Kletterhelms auf diesem Abschnitt der Expedition absolut unabdingbar. Der Helm schützt Sie zuverlässig vor losem Gestein, das durch vorausgehende Bergsteiger oder starke Windböen ausgelöst werden könnte.
Eis, Schnee und der Umgang mit Steigeisen
Das Wetter auf dem „Dach der Anden“ kann selbst im Hochsommer schnell umschlagen. Je nach den aktuellen Schnee- und Eisbedingungen kann es notwendig sein, verschneite oder eisige Passagen zu queren. Der Einsatz von Steigeisen ist zwar nicht bei jeder Expedition zwingend erforderlich, da die Hänge oft komplett trocken sind – dennoch ist der absolut sichere Umgang mit Steigeisen aus Sicherheitsgründen eine feste Voraussetzung für die Teilnahme an dieser Expedition. Sie sollten das Gehen mit Steigeisen im Vorfeld trainiert und verinnerlicht haben, um auch auf rutschigem oder hartem Untergrund stets eine perfekte Trittsicherheit zu wahren.
Mit der richtigen Vorbereitung sicher auf den Gipfel
Der Ojos del Salado ist kein reiner Trekkingberg er verlangt am Gipfelaufbau echte alpine Disziplin. Große kletter-technische Fähigkeiten sind zwar nicht vonnöten, doch die fehlerfreie Handhabung Ihrer technischen Ausrüstung – bestehend aus Hüftgurt, Karabinern, Kletterhelm und Steigeisen – ist Ihre persönliche Eintrittskarte für einen sicheren Aufstieg.
