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NACHRICHTEN
07/07/09
VULKAN SALIN
SPONDYLUS-TEAM MACHT ERSTBESTEIGUNG DER SALIN-NORDOST-ROUTE (6050m)

Spondylus-Team macht Erstbesteigung der Salin-Nordost-Route (6050m) In einer wissenschaftlichen Expedition, die das Auffinden und die Untersuchung prekolumbiner Fundstätten in einer extrem abgelegenen und schwer zugänglichen Region zum Ziel hatte, glückte dem Expeditionsteam von Spondylus die Erstbesteigung der Nordost-Route des Vulkans Salín.

Die gesamte Expedition wurde von der Outdoor-Firma Lippi mit Ausrüstung unterstützt. Dieser Beitrag hatte einen maßgeblichen Anteil am Erfolg des Projektes.

Das internationale Team setzte sich aus 6 Bergsteigern aus 5 Nationen zusammen: Jean-Claude Piessevaux (Belgien), Luis Alberto Martinez Albarca (Chile), Santiago Manterola (Chile), Adrian Germishuizen (Südafrika), Nicolas Manterola (Kalifornien, USA) und Hans-Martin Schmitt (Deutschland).

Die Akklimatisation wurde in der sogenannten Sierra, dem Übergang in die Altiplano-Region, in der Umgebung von San Pedro de Atacama durchgeführt. 4 Tage, mit Wanderungen von 6-9 Stunden täglich, nahm sich die Gruppe Zeit, um sich schrittweise auf die bevorstehenden Aufenthalte in Höhen von über 5000m vorzubereiten.

Nach dieser Akklimatisationsphase wurde in der Wüsten-Oase San Pedro de Atacama noch einmal Proviant und Wasser aufgefüllt, bevor es mit dem 4x4 Geländefahrzeug in Richtung Norden in die völlig abgeschiedene Region des Vulkans Salín ging. Aufgrund einer sorgfältigen Vorbereitung, der Zuhilfenahme von GPS-Geräten und der wertvollen Informationen des Chilenischen Bergsteigers Claudio Lois vom Bergsport-Verein Pamir war es der Expeditionsgruppe letztlich gelungen, die Basis des Berges nach ca. 11-stündiger Fahrt sicher zu erreichen. Ein sich in der Region befindliches Mienenfeld wurde mit der Hilfe zahlreicher GPS-Daten sicher identifiziert und stellte aus diesem Grund keine Gefahr für das Team dar. Auf einer Höhe von 4816m errichtete die Mannschaft das Basislager, welches der Ausgangspunkt für die Besteigung des Berges sein sollte.

Recherchen hatten ergeben, dass bisher insgesamt erst 4 erfolgreiche Besteigungen dieses schwer zugänglichen Vulkans registriert wurden. 3 der bisherigen Expeditionen gingen den Berg von der Südseite an, wobei ein Argentinisches Team die Westflanke bestieg. Der von der Spondylus-Gruppe anvisierte Nordost-Grad hingegen wurde bis dato nie von einem Menschen begangen.

Vom Hochlager in einer Höhe von ca. 5100m aus und bei einer Temperatur von -27º C machen sich die Bergsteiger im Morgengrauen des 20. Mai 2009 auf, den Gipfel zu erklimmen. Jean-Claude Piessevaux: "Es war ein seltsames und zugleich erhabenes Gefühl, dort zu gehen, wo niemals zuvor ein Mensch seinen Fuß setzte ..."

Obwohl technisch nicht schwierig, fordert der steile Fels- und Geröllanstieg körperlich alles von den Bergsteigern. Aus Sicherheitsgründen entscheiden sich 3 der 5 Teilnehmer nach dem Erreichen des Vorgipfels (5922m / 19430 feet) abzusteigen. Kurze Zeit später um 14:06 Uhr erreichen Hans-Martin Schmitt und Adrian Germishuizen den Hauptgipfel und die Höhe von 6051m / 19853 feet. Erschöpft aber glücklich fallen sich die beiden Bergsteiger und Freunde in die Arme. Der Blick über die Atacama Hochebene mit seinen schier unzähligen Vulkanen entschädigt sie großzügig für alle Strapazen. Die günstigen klimatischen Verhältnisse erlauben es ihnen, sich ausgiebig Zeit für die einzelnen Phasen eines jeden Gipfelerfolges zu nehmen: Die Erschöpfung, das Glück, die Umarmung mit dem Kameraden und das stille Insichgehen…

Bevor der Abstieg angegangen wird, nehmen die beiden Bergsteiger noch archäologische Untersuchungen im Gipfelbereich vor. Auch wenn die in einem Buch angesprochenen Inka-Ruinen hier definitiv nicht vorhanden sind, beweisen zahlreiche kleinere Entdeckungen die Nutzung dieses Gipfels als ritueller Ort durch die Inkas vor mehr als 500 Jahren.

Mit einer wunderschönen Erfahrung reicher kehrt die Gruppe am 21.04.2009 nach San Pedro de Atacama zurück. Durch den hervorragenden Einsatz jedes einzelnen Expeditionsteilnehmers, den starken Zusammenhalt der gesamten Gruppe und die Unterstützung des Spondylus-Partners Lippi wurde das wichtigste aller Resultate einer jeden Expedition erreicht: Alle sind gesund und munter…

Die Resultate der während der Expedition durchgeführten archäologischen Studien werden nun ausgewertet und an Experten weitergeleitet.


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